Ziel der Projektsteuerung im originären Sinn ist es, einen Bauablauf derart zu steuern, dass das komplexe Abhängigkeitsverhältnis aus Kosten, Terminen und Qualitäten, sein Optimum erreicht.
Die zunehmende Komplexität und der wachsende finanzielle und terminliche Druck machen es dem Bauherren oft unmöglich, alle sich ergebenden Aufgaben selbst wahr zu nehmen. Das hierfür erforderliche technische, rechtliche und wirtschaftliche Fachwissen, ist einfach zu umfangreich. Hierbei steht die Projektsteuerung dem Bauherrn unterstützend und entlastend zur Seite, fordert ihm in einem engen Kontaktverhältnis lediglich übergeordnete, nicht deligierbare Entscheidungen ab, und schafft ihm so den Freiraum, den er zur Erledigung seiner eigentlichen beruflichen Aufgaben benötigt.
Mit Hilfe straff organisierter Planungs- und Bauabläufe, werden Einsparpotentiale im Projektablauf aktiviert und durch vorausschauendes Management kostspielige Abweichungen von der "Ideallinie" vermieden.
Stetig steigende Bedeutung verlangt insbesondere die Phase der Vorbereitung und Entwicklung von Projekten. Bedingt durch Faktoren wie die angespannte finanzielle Lage der öffentlichen und privaten Haushalte, den zunehmenden, wirtschaftlichen Druck auf Unternehmen, aber auch komplizierte, baurechtliche Voraussetzungen, ist es zunehmend erforderlich, alternative Modelle wie z. B. Private Public Partnership zu entwickeln, um die Realisierung eines Bauvorhabens überhaupt möglich zu machen. |